Wir brauchen aber jemanden, der die etablierten Parteien dazu zwingt, endlich das zu tun, von dem sie ohnehin längst wissen, dass es richtig und notwendig wäre!

Wer brauchen jemanden, der Druck auf sie ausübt, damit sie endlich die Interessen der Bürger und nicht nur ihre eigenen Parteiinteressen vertreten; damit das Parlament wieder eine „Volksvertretung“ wird.

Wir brauchen eine unideologische Sammelbewegung von Leuten, die nicht selbst etwas „werden“ wollen; eine Gewaltentrennungs-Bewegung. („Gewalten teilen – statt immer nur umzuverteilen…“) Um die Eliten – oder besser: das Establishment – zu entflechten: Die Parteienoligarchie, das Medienoligopol, das Expertenkartell.

Reformen müssen überhaupt erst wieder MÖGLICH werden. Das wäre der Anfang: die Blockade durchbrechen. Den Bürgern wieder das Gefühl der „Selbstwirksamkeit“ geben. Ohne jedoch selbst Partei zu sein. Als Kontrollore im Parlament. Als Gegengewicht. Ohne an der Macht „bleiben“ zu wollen. (Zum Beispiel, indem jeder der „Kontrollore“ nur für eine Legislaturperiode kandidieren darf, höchstens für zwei.)

Derzeit gibt es Protestparteien, Populisten und immer höhere Wahlenthaltung. Und nichts ändert sich… Weil die Populisten und Protestparteien ja gerade davon leben, dass sich eben NICHTS ändert – was hätten sie sonst noch zu tun? (Und die Regierenden lassen sie einfach schimpfen – weil sie darauf vertrauen, dass ja die meisten Bürger weise genug sind, den Populisten keine Mehrheit zu geben – weil sie ja wissen, dass diese noch schlimmer wären… Man benützt Protestparteien, um sich ein bisschen abzureagieren – helfen tut es aber nicht!

Klüger wäre es da, entweder das jeweils noch geringste Übel zu wählen – oder, wenn einem dieses endgültig zu groß geworden ist, eben eine unparteiische Kontroll- und Reformplattform zu wählen – damit die Übel endlich einmal wieder kleiner werden.

Eine WEISSE STIMME gleichsam, die weitgehend auf Ideologie verzichtet – und deren Mitglieder sich nur nach bestem Wissen und Gewissen als Stellvertreter und Anwälte ihrer Wähler verstehen. (Um unsere Demokratie zu reparieren, den Bürgern wieder das Gefühl zu geben, dass die Demokratie funktioniert – die Bürger also wieder das Gefühl bekommen, mit ihrer Wählerstimme etwas bewirken zu können.)

PS: Natürlich kann es auch Spaß machen, mit einer „richtigen“ Partei in den Ring zu steigen. (Denn natürlich brauchen wir auch neue Paradigmen, ein neues Weltbild.) Doch bisher ist es den etablierten Parteien noch jedesmal gelungen, den Erfolg neuer Parteien zu vereiteln. Weil viele Menschen skeptisch sind gegenüber dem Neuen – und weil alles Neue daher auch viele Angriffsflächen bietet!

In unserem System sind die etablierten Parteien im großen Vorteil. (Wahlrecht, Medienoligopol, Parteienfinanzierung etc.) Daher müsste man wohl als ersten Schritt einmal das System reformieren – damit danach sozusagen bunte Reformpflänzchen blühen können… (Und die, die das System – also die Spielregeln und Rahmenbedingungen – reformieren, können wohl nicht dieselben sein wie jene, die danach auch das Land verändern wollen.)

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