Es GIBT im Grunde keine „objektive“ Berichterstattung. Daher wäre es letztlich am besten, einfach alle Argumente pro und contra zu Wort kommen zu lassen…

Gut wäre eine Diskussionssendung im TV, bei der es nicht – wie sonst – darum geht, zu beweisen, dass man Recht hat (also gleichsam die anderen zu besiegen); sondern, bei der der Moderator Regeln aufstellt bzw. durchsetzt, durch die es leichter wird, der „Wahrheit“ näher zu kommen. (Zumindest sollten sich die Teilnehmer – vor allem durch Ehrlichkeit – wenigstens darum BEMÜHEN, der Wahrheit etwas näher zu kommen – auch wenn man ja eine absolute Wahrheit weder kennt, noch überhaupt finden kann…)

Vielleicht eine Art „Mediation“, sozusagen.

Es müssten zu Beginn gleichsam alle Teilnehmer eine Art Rütli-Schwur ablegen, dass sie sich wirklich ehrlich um einen GEMEINSAMEN Fortschritt bemühen werden. (Statt nur wie Gladiatoren aufeinander loszugehen – und dadurch zu verhindern, dass konstruktive Lösungsvorschläge für Probleme gefunden – oder gar umgesetzt werden können.)

Im Grunde ginge es vielleicht darum, die eigene Sichtweise möglichst verständlich zu erklären und zu begründen. Beziehungsweise jene der anderen möglichst gut zu verstehen zu trachten… Sich also jeweils auch ein bisschen in die anderen hinein zu versetzen.

Natürlich müsste das alles relativ subtil vermittelt werden.

Erstens durch einen Titel, der nicht etwa DAS DUELL oder so ähnlich lautet – sondern z.B: SICHTWEISEN, Perspektiven, DIE HALBE WAHRHEIT, „Diskussionskultur“ oder so.

Weiters durch eine oder mehrere „vermittelnde“ Moderatoren-Persönlichkeiten.

Dann durch die Wahl der Gäste, aber auch die Formulierung der Themen.

Aber eben auch durch ein paar Regeln für einen konstruktiven Dialog!

Zum Beispiel, dass man nicht einfach Dinge behaupten darf/soll, sondern nur in der ICH-Form die eigenen Empfindungen und Wahrnehmungen schildern darf. „Ich sehe es so…“ Ich glaube…“ Nicht: „Es ist so…“

Man könnte da sogar einen Schiedsrichter haben, der Punkte vergibt – oder eine „gelbe Karte“ zeigt. Das könnte aber auch durch eine Publikumsbewertung – was noch besser wäre – erfolgen: Wer hat sich an die Regeln gehalten? Wer ist „Sieger“, weil er FAIRER und konstruktiver diskutiert hat? (Zum Beispiel könnte man dafür dann auch mehr/weniger Redezeit erhalten – die konstruktiven Teilnehmer „dürfen“ also mehr sagen, was der Diskussion gut täte…)

Die Teilnehmer könnten natürlich schon auch externe Quellen zitieren – aber eben als Zitat, nicht mit dem Anspruch: SO ist es – und nicht anders… (Denn es gibt ja für oder gegen fast alles einen „Experten“ oder eine Studie.)

Es ist wohl sicher so, dass Konflikte besser – also kreativer und für beide Seiten befriedigender – gelöst werden können, wenn jede Seite den Standpunkt der jeweils anderen Seite zumindest einiger Maßen kennen und nachvollziehen kann. Und auch die Beweggründe dafür! (Statt ununterbrochen nur die eigene Meinung, die eigene Ideologie, die eigenen Argumente zu WIEDERHOLEN – ohne wirklich auf die anderen einzugehen. Was fast immer zu einem Patt – und dadurch zum oft erlebten und beklagten Stillstand – führt.)

In vielen Diskussionen hören einander die Teilnehmer ja kaum zu – warten nur darauf, selbst wieder dranzukommen…

PS: Einige der oben genannten Punkte ließen sich übrigens auch auf Interviews übertragen.

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