„Nationalismus ist böse“ – darin sind sich fast alle einig. Müssen wir also alle Nationen abschaffen? So einfach ist es wohl nicht.

Im Grunde entstehen Nationen aus dem Gefühl der Verwandtschaft. Eine Nation ist eine größere Familie: Es gibt natürlich auch Menschen, die nicht viel von der Familie halten… Den meisten ist sie jedoch wichtig.

Es gibt einfach auch verschiedene Typen von Menschen: manche sind eher individualistisch, andere mehr kollektivistisch, wieder andere vor allem durch ihre Familie, ihren Stamm oder die eigene „Nation“ geprägt.

Jeder Ismus ist schlecht, auch der Nationalismus. Weil er eine Ideologie ist – also eine Teilwahrheit zur Rechtfertigung von Eigennutz… Weil er nationale Identität mittels äußerer Feindbilder definiert. Weil Abgrenzung dann auf Ausgrenzung beruht. (Und auf Polarisierung – und der nachfolgenden Projektion des als „negativ“ Angesehenen auf andere – etwa „die Ausländer“.)

Die Identifikation mit mehr oder weniger nahen Verwandten ist jedoch absolut natürlich – und kann daher niemandem verboten werden! Letztlich geht es wohl um konzentrische Kreise: von den nahe Verwandten zu den immer weniger nahe Verwandten. Das verhindern zu wollen, wäre weltfremd.

Jeder Mensch verdient Mitgefühl – aber nicht jeder Mensch steht jedem Menschen gleich nahe. (Und auch jene, denen dies nicht gefällt, werden hier eine Änderung realistischer Weise nicht erzwingen können.)

 

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